Diese Methode ermöglicht die schnelle Deprogrammierung von alten und neuen, bewussten und unbewussten Traumata.
Descopem bedeutet die gleichzeitige Deprogrammierung der physischen, emotionalen und mentalen Körper. Mit dieser Technik wird gleichzeitig eine Desensibilisierung der drei betroffenen Körper (mental, emotional und physisch) durchgeführt, um ein Hinübergleiten von einem in einen anderen Körper zu verhindern, was oft passiert, wenn man nur eine visuelle oder eine emotional-expressive Therapie durchführt oder auch nur körperlich arbeitet. Diese Technik bedient sich nicht der Sprache, sondern nur der Bewegung der Augen, da sie direkt das emotionale Gehirn (rechte Gehirnhälfte) und nicht das kognitive Gehirn (linke Gehirnhälfte) anspricht.
Wenn auch heute noch die Funktionen des Gehirns unbekannt sind, wissen wir doch, daß die rechte Gehirnhälfte unsere Emotionen, unsere Gefühle, unser gesamtes Weltbild ohne Zeit-, Entfernungs- und Raumgefühl steuert. Alles was wir seit unserer Konzeption als Emotion erlebt haben, wird im Gehirn gespeichert und beeinflusst uns bis heute, da es die Zeitspanne nicht berücksichtigt. Das Ereignis wurde vor fünf, zehn oder dreißig Jahren erlebt, aber in unserer Gegenwart erleben wir noch die emotionalen Reste in Bezug dazu, wie z.B. Angst vor einem Menschenauflauf, vor geschlossenen Räumen, vor Lärm …
Die linke Gehirnhälfte steuert die Sprache, die Logik sowie unsere Intelligenz: wir lesen, lernen, rechnen. Dort befindet sich auch der Wille sowie die Entscheidung. Wenn ein Mensch auf der emotionalen Ebene Blockaden hat (Ängste, Zittern, Schweiß, Depression, …), kann man ihm nicht mittels Willenskraft oder Sprache helfen, ganz einfach deshalb, weil die emotionale Erinnerung an dieses sich in seinem Leben wiederholende Trauma nicht durch Erklärung gelöst werden kann.
Es erfolgt also keine Analyse der als dramatisch erlebten Situation, sondern eine Desensibilisierung der Blockaden, die sich als ein natürlicher oder alltäglicher Integrationsprozess von Informationen installiert haben. Die Erinnerung an das Ereignis wird auf der Ebene des kognitiven Gehirns bleiben, aber die traumatische und emotionale Belastung wird von der rechten Gehirnhälfte gelöscht und folglich wird die Person von dieser weder kontrolliert werden noch darunter leiden.
Im Laufe unseres Lebens erleben wir Situationen, deren schreckliche Erfahrung nicht automatisch im Gedächtnis gespeichert wird. In der Tat werden einige im Stress erlebte Ereignisse von unserem Gehirn dahingehend verwaltet, um uns ein Überleben zu ermöglichen. Es funktioniert wie ein Computer, der während des Schlafs versucht, die Konfliktsituation zu verarbeiten, um uns für den nächsten Tag von der erlittenen emotionalen Wirkung zu befreien. Es benutzt ein Programm, das den Stress verarbeitet und die emotionale Belastung des Ereignisses entfernt. Aber wie?
Während der sogenannten REM-Phase tauschen die beiden Gehirnhälften ihre Daten aus, um die Situation zu relativieren und sie zuzuordnen, wie eine Akte in ihre Ablage. Man weiß, daß sich bei dieser Schlafphase die Augen von links nach rechts bewegen.
Wenn der Schock sehr stark ist oder auch wenn kleine Schocke sich wiederholen und ebenso, wenn wir den Grund nicht kennen, passiert es, daß dieses Programm nicht mehr in der Lage ist, die Information zu verarbeiten und die geweckte Emotion verursacht ein Verharren der Blockade in der Person, die sich in emotionalen sowie körperlichen Reaktionen und ebenso in verzerrten Gedanken ausdrückt. Diese Person wird von der Realität getrennt, weil sie durch einen emotionalen Filter blickt. Dies wird in der wohlbekannten Geschichte über das halb volle und halb leere Glas beschrieben.
Wenn man bei einer Behandlung die Augenbewegung in einer bewussten Weise wiederholt, ermöglicht man die Verarbeitung der Information, um die Person definitiv von der verbleibenden Emotion zu befreien, ohne daß das Ereignis in Vergessenheit gerät.
Eine Behandlung dauert eineinhalb Stunden. Die Anzahl der benötigten Behandlungen zur Trauma-Heilung hängt von der behandelten Person ab. Es können zwischen einer und acht Behandlungen im Abstand von drei Wochen notwendig sein.
Diese therapeutische Methode wendet sich an alle Personen, die an psychologischen Störungen leiden, deren traumatische, bewusste oder unbewusste Herkunft nicht willentlich verändert werden kann. Sie eignet sich für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, sobald diese einfache Fragen verstehen und beantworten und einem Stift mit den Augen von links nach rechts folgen können und in der Lage sind, zu visualisieren.
